Trainingstagebuch: Ist das was für mich?

Trainingstagebuch

Jeder Ausdauer- oder Kraftsportler soll für sich entscheiden, ob er ein Trainingstagebuch führen möchte. Der eine hält es für zweckmäßig, der andere benötigt einen klaren Kopf und seinen Freiraum beim Training. Um Euch die Entscheidung zur vereinfachen will ich euch das Konzept und die Vorteile rund um ein Tagebuch vorstellen. Dann könnt ihr für euch entscheiden, ob das was für euch ist oder ihr es mal ausprobieren möchtet.

Was ist ein Trainingstagebuch?

Der Begriff Trainingstagebuch ist eigentlich selbsterklärend. Mit einem Trainingstagebuch dokumentiert und organisiert man sein Training. Die einfachste Variante ist ein Zettel und ein Stift auf dem die Wiederholungen und die Trainingsgewichte für jeden Satz festgehalten werden. Es gibt eine reiche Auswahl an kostenlosen Online-Tagebüchern, Exceltabellen, Apps oder kleinen Büchern.

Was bringt ein Trainingstagebuch?

Trägst Du Deine Leistungen im Training kontinuierlich ein, erhältst Du einen Überblick über Deine Fortschritte und die Einhaltung Deiner Trainingsübungen sowie über eventuelle Leistungsabfälle. Durch die Dokumentation zwingt man den Sportler zu einer guten Planung, beispielsweise was die jeweiligen Einstiegsgewichte bei einer bestimmten Übung sind.

Die Aufzeichnung ist eine hervorragende Motivationshilfe, anhand der Eintragungen sehen wir unsere Erfolge in letzter Zeit. Nach Verletzungen, Krankheit oder anderen Leistungstiefs spornt ein Blick ins Protokoll zur Wiederaufnahme des Trainings an.

Du kannst Dir mithilfe des Tagebuchs eigene Ziele setzen, die in einem gewissen Zeitraum von Dir zu erreichen sind, später siehst Du die Veränderungen Deiner Leistungen und kannst sie steuern. Du weisst genau was man beim nächsten Training erreichen muss, um sich zu steigern.

Durch die Dokumentation erkennt man ob das aktuelle Programm funktioniert. Das Tagebuch ermöglicht erst eine Analyse ob man eventuell stagniert und das Programm anpassen sollte.

  1. Überblick über dein Trainingsprogramm
  2. Motivationshilfe durch nachvollziehbaren Fortschritt
  3. Arbeiten auf ein Ziel hin
  4. Analyse des Programms

Wie führt man ein Trainingstagebuch?

Du kannst Dein Tagebuch einrichten, wie Du denkst. Die Eintragungen sind regelmäßig zu schreiben, damit Du eventuellen Leistungsabfall erkennst oder wenn das Trainingsvolumen zu hoch oder zu niedrig angesetzt ist. Je gründlicher Du die Ergebnisse einträgst, auf Deinen Körper hörst und dessen Reaktionen erkennst, desto passender kannst Du reagieren. Wichtig ist hier, dass man ehrlich zu sich selbst ist. Wenn die letzte Wiederholung nicht mehr voll geklappt hat, dann bitte auch nicht als vollwertige Wiederholung aufschreiben.
Ich würde empfehlen, das Trainingstagebuch auf alle Fälle wenige Wochen regelmäßig zu füllen. Dadurch erkennst Du die Vorteile und möchtest es nicht mehr missen.

Welche Daten erfassen?

Über die Verwendung einer Vorlage, App oder eines Programms jeder Art gibt es keine Vorschriften, es reicht auch ein normales Heft. Dort können die Tabellen händisch eingerichtet und mit ins Gym genommen werden. Es gibt Grunddaten, die in keinem Tagebuch fehlen sollten:

  1. Kopfzeile: Datum Trainingstag körperlicher Zustand Gewicht des Sportlers Bemerkung
  2. Hauptteil: Übungen Sätze Trainingsgewicht und Widerstand Wiederholungen evtl. Pausenlänge
  3. Fußzeile: Trainingsdauer Körperlicher Zustand nach dem Training Notizen für Folgetage

Der Eintrag für den körperlichen Zustand ist äußerst wichtig, um festzustellen, ob ein Trainingsvolumen nach einer eventuellen Krankheit richtig angesetzt ist. Um Erkenntnisse über Dein Training zu erhalten, ist es wichtig die Dauer des Trainings einzutragen.

Trainingstagebuch Empfehlung

Es gibt gebundene Notizbücher, die bereits vorgedruckte Vorlagen besitzen. Dort kann man die Einheiten direkt eintragen und sogar mit ins Gym nehmen. Das Trainingstagebuch von LS-Athletics gefällt mir zum Beispiel ganz gut.

Tagebuch fürs Training
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Das Buch ist speziell auf das Krafttraining ausgerichtet. Es kommt im handlichen Din A6 mit einer Spiralbindung. Die Vorlagen wurden auf einem schweren 120 Gramm Papier gedruckt und bieten Platz für bis zu 180 Trainingseinträge.

Wer lieber eine digitale Variante bevorzugt, dem kann ich die App MyGym.one empfehlen. Mit ihr lässt sich sehr leicht ein Workout zusammen stellen. Man kann aus einer Vielzahl an fertigen Übungen wählen oder man ergänzt einfach seine eigenen Übungen und kann dann das Gewicht und die Wiederholungen einloggen. Sehr einfach und effektiv.

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