Bodenschutzmatten Kaufberatung: Der richtige Bodenbelag für mein Homegym

Bodenschutzmatte

Jedes gute Gym verfügt über einen besonderen Bodenbelag. Unabhängig davon ob ihr das Homegym im Keller, in der Garage oder einem Raum in der Wohnung einrichtet, werdet ihr die Vorzüge eines geeigneten Bodenbelags für das Training schnell lieben lernen.

Die leicht gummierten Böden erfüllen viele unterschiedliche Zwecke. Ich stelle euch gerne vor, welche Platten ich für mein Homegym bevorzuge.

Was bringen Bodenschutzplatten?

Es gibt mehrere Gründe warum Bodenschutzplatten in einem Gym verlegt werden. Die wichtigsten Gründe sind der Schutz der Trainingsgeräte, der Schutz des Bodens, der Schutz des Trainierenden und Lärmschutz.

  • Schutz der Trainingsgeräte
  • Schutz des Bodens
  • Lärmschutz
  • Schutz des Trainierenden

Die ersten drei sind relativ klar einleuchtend. Wenn eine schwere Langhantel auf harten Untergrund fällt, kann das Lager oder die Stange schneller brechen oder beschädigt werden. Das selbe Argument gilt selbstverständlich für den Bodenbelag des Raumes in dem ihr trainiert. Auch der Lärmschutz ist ein sehr einfach einleuchtender Vorteil. Wenn eine Langhantel auf den Boden trifft, kann das wirklich den liebsten Nachbarn zur Weißglut treiben.

Der dritte Aspekt ist etwas erklärungsbedürftig, aber eigentlich auch schnell einleuchtend. Beim Training mit Langhanteln, werden viele Bewegungen im Stehen ausgeführt. Die Auswahlkriterien für einen guten Laufschuh, können auch auf den Bodenbelag in Fitnesstudio übertragen werden. Man möchte einen guten Halt haben und nicht leicht ausrutschen, wenn man mit schweren Gewichten trainiert und man möchte dass Stöße abgefedert und Gelenke geschont werden. Nicht auszumalen wenn Schweiss, der auf den Boden tropft plötzlich zur Rutschgefahr wird, wenn man eine schwere Hantel in der Hand hat. Der Einsatz von guten Bodenschutzplatten hilft daher bei der Prävention von Verletzungen. Dieser Aspekt wird oft unterschätzt.

Bodenschutzplatten

Welche Arten gibt es?

Beim Bodenschutz unterscheidet man unterschiedliche Arten, die sich in ihrer Form und Beschaffenheit unterscheiden.

Bodenschutzmatten und -platten

Es gibt Bodenschutzplatten oder -Matten die dazu gedacht sind eine bestimmte Fläche abzudecken. Manche Modelle sind quadratisch andere wiederum besitzen eine Steckfunktion, die wie ein überdimensionales Puzzlestück aussieht. Dies Funktion sorgt dafür, dass die Matten bleiben wo Sie sein sollen und keine Zwischenräume entstehen. Die Größe der Fläche bestimmt wie viele Platten man benötigt.

Die Platten gibt es in unterschiedlichen Größen von 50 x 50 cm bis zu 100 x 100 cm. Ein große Vorteil der Platten liegt darin, dass Sie oft nicht verklebt werden müssen. Wenn nur ein bestimmter Teil eines Raumes abgedeckt werden soll, kommt man auch um das Zuschneiden herum.

Gummiboden

Ein zweite Möglichkeit ist ein verlegbarer Gummiboden, der auf einer Rolle geliefert wird. Wie ein Rollrasen, nur eben aus Gummi. Diese Form des Bodenschutzes, wird oft in Cross Fit Gyms verwendet. Der Boden wird aus Sicherheitsgründen verklebt.

Auswahlkriterien

Die wichtigsten Auswahlkriterien für die Auswahl des richtigen Bodenschutzes ist in meinen Augen die Grösse der Fläche, die man abdecken möchte, die Stärke der Matte, das Material und und Zahlungsbreitschaft. Kleinere Funktionen, wie die Zusammensteckbarkeit, sind mir nicht wichtig.

Größe

Je nachdem wie groß die Fläche ist, die man mit Bodenschutz versehen möchte, kann die Auswahl auf unterschiedliche Lösungen fallen. Will man beispielsweise einen ganzen Kellerraum abdecken, sollte man darauf achten, dass die Platten nicht zu klein sind.

Wenn die Fläche nicht mit einer Wand abgrenzbar ist, dann empfiehlt sich der Einsatz von ineinandergreifenden Bodenschutzplatten, die wie ein Puzzle funktionieren.

Stärke

Für eine Fitnessmatte, die als Unterlage für Cardiogeräte dient sind Bodenmatten von 6-10 mm in Ordnung. Da wir mit schweren Gewichten trainieren sollten unsere Matten für das Homegym eher bei 10-20 mm liegen. Beim CrossFit werden Matten verwendet, die zwischen 3 und 4 cm stark sind. Wir lassen die Langhantel zwar nicht regelmässig bewusst von oben fallen, aber wir haben mehr als nur etwas Stretching auf einer Matte vor. Zudem sollte man nicht vergessen: Je dicker die Matte, desto höher ist ihr Eigengewicht. Folglich schützen Sie nicht nur besser, sondern verrutschen auch nicht so leicht.

Material

Bodenschutzbeläge gibt es nicht nur in unterschiedlicher Stärke sondern auch mit unterschiedlichen Material. EVA wird beispielsweise oft für günstige Einsteigermatten verwendet. Da sich EVA Schaum aber zu einfach verformt, würde ich davon abraten. Man möchte nicht, dass man in die Bodenschutzmatten einsinken kann. Idealerweise machen die Hersteller Angaben zur maximalen Belastbarkeit der Matte. Haltet Ausschau nach Modellen mit Hartgummi.

Budget

Bei Bodenschutzmatten gibt es kreative Lösungen, die den Geldbeutel schonen. Antivibrationsplatten, die man unter Waschmaschinen platziert sind beispielsweise auch eine gummierte, rutschfeste Platte mit ausreichender Stärke. Sie besitzen, die selben Eigenschaften wie Bodeschutzmatten für das Fitnessstudio, sind aber deutlich günstiger zu haben.

Mein Preis-Leistungs-Tipp: Antivibrationsmatte

Antivibrationsmatte
Antivibrationsmatte

Bei Callidus Baumarkt

Diese Antivibrationsmatte ist als Unterlage für Waschmaschinen oder Sportgeräte konzipiert. Die Matte ist 60 x 60 cm lang und besteht aus sehr dichtem und recyceltem Gummigranulat. Das Material ist 2 cm dick und kann 1to/m² stand halten. Die Matte besitzt keine Steckfunktion um mehrere Matten zu kombinieren. Da die Matte aber 7 kg auf die Waage bringt, verrutsch Sie nicht so leicht. Preislich sind die Antivibrationsmatten sehr attraktiv. Eine Platte kostet keine 15 Euro. Leider riecht die Matte etwas stärker nach Gummi als es andere für den Sport konzipierte Matten tun.

Tipps zum Verlegen

  1. Wenn man eine größere Fläche komplett mit Bodenschutzplatten auslegen möchte sollte man ein paar Dinge zum Verlegen wissen.
  2. Der Boden muss natürlich eben sein, damit die Platten gut verlegt werden können. Gibt es Löcher sollten diese zuerst gefixt werden.
  3. Als nächstes sollte der Boden gereinigt und von Partikeln befreit werden. Am besten man fegt einmal durch und wischt nochmal nass nach. Auch hier möchte man Unebenheiten möglichst vermeiden.
  4. Beim Verlegen der Platten, kann man entweder systematisch wie bei einem Schachbrett oder versetzt verlegen. Bei größeren Flächen empfielt sich eine versetzen Verlegetechnik.
  5. Wenn möglich sollte man das Verlegen an der längsten Wand beginnen. Sie dient als Referenzpunkt für die restliche Fläche.
  6. Zum Zuschneiden kann man ein handelsübliches Teppichmesser verwenden. Da die Platten sehr robust sind und schnell stumpf werden, sollte man nicht mit frischen Klingen sparen.