Homegym vs. Studio: Die Argumente & Beliebtheit im Vergleich

Homegym

Ein Workout ist besser als keins und zwei sind besser als eins. Darüber besteht eine relativ große Einigkeit.

Worüber allerdings nicht so große Einigkeit besteht ist die Frage ob das Training im Studio besser ist als das Training im Homegym. Markus von myownfitway sieht das Training im Studio klar vorne. Ihr könnt euch ja vorstellen, dass ich da eher anderer Meinung bin. Aber schauen wir uns doch einfach mal an, welche Form des Trainierens in Deutschland beleibter ist und welche Argumente jeweils pro Studio oder pro Homegym existieren.

Vorteile eines Studios

Fangen wir mit dem Fitnessstudio an. Seit Jahren steigt die Mitgliederzahl der Deutschen in Fitnessstudios. Laut Statista sind im Jahr 2016 erstmals mehr als 10 Millionen Menschen Mitglieder in einem der 8700 Fitnessclubs in Deutschland. Wenn man bedenkt, dass im Jahr 2005 die Marke noch bei der Hälfte, also 5 Millionen Mitgliedern lag, ist es fair anzunehmen, dass das Konzept Fitnesstudio gern angenommen wird. Schauen wir uns die Argumente für das Studio mal genauer an.

Vorteile des Studios in der Übersicht

  1. Professionelle Trainer
  2. Größere Auswahl
  3. Hilfe und Motivation durch andere
  4. Mehr Platz
  5. Hochwertigere Geräte
  6. Keine Anschaffungskosten

Professionelle Trainer

Viele Studios verfügen über geschultes Personal. Das ist ein großes Plus. Man kann sich in die Geräte einweisen lassen, persönliche Trainerstunden buchen und hat im Zweifel jemanden, der einen auch mal korrigiert, wenn eine Haltung etwas daneben geht.

Größere Auswahl

Logischwerweise verfügt ein Fitnesstudio über mehr Geräte als ein Homegym. Nicht nur die Kraftmaschinen, sondern auch im Bereich Cardio ist ein Studio natürlich besser ausgestattet. Das gleiche gilt für die Kurzhanteln. In einem Homegym wird man sich wahrscheinlich nicht aus einem Rack an 20 unterschiedlichen Kurzhanteln bedienen können.

Hilfe und Motivation durch andere

Andere Leute um sich herum zu haben kann 2 Vorteile mit sich bringen. Zum einen können andere Hilfe für Übungen leisten. Wenn man beispielsweise bis zum Muskelversagen trainieren will, ist es nicht schlecht einen Spotter parat zu haben, der einen schützt, wenn es hart auf hart kommt.

Da Spotter auch in Form von mechanischen Geräten kommen können ist der Aspekt der Motivation vielleicht sogar noch gewichtiger, als die mögliche Hilfe. Viele Power Racks besitzen beispielsweise Spotterarme, die einen genau so schützen können. Die Tatsache, andere um sich herum zu haben, die auch schwer heben, kann motivierende Abstrahleffekte haben. Durch die solziale Vergleichbarkeit wird man eventuell eher dazu angespornt doch auch den letzten Satz noch voll raus zu hauen.

Mehr Platz

Ein Fitnessstudio ist per Definition ein designierter Ort an dem man Sport treiben kann. Folglich gibt es im Studio meist mehr Platz für Übungen, für Stretching oder auch Liegestütz als in seinem zu Hause.

Hochwertigere Geräte

Das Argument des besseren Equipments liest man immer wieder. Ich persönlich kann diesem Argument aber nicht viel abgewinnen. Klar kann sich nicht jeder ein Hochglanz-Homegym leisten, aber genau so kann sich nicht jeder eine Mitgliedschaft in einem Hochglanz-Studio leisten. Das Argument ist in meinen Augen nicht stichhaltig.

Keine Anschaffungskosten

Wer sich im Studio anmeldet, muss nur selten eine Anmeldegebühr aufbringen. Selbst wenn man es muss, ist dieser Betrag deutlich geringer als die anfallenden Summen für die Zusammenstellung seines Homegyms. Nicht jeder hat mal eben ein paar Tausend Euro für ein Homegym im Sparschwein.

Vorteile eines Homegyms

Weiter gehts mit dem Homegym. Leider habe ich keine Statistik über die Entwicklung von Homegyms in Deutschland gefunden. In Amerika scheint die Zahl an Personen, die zu Hause mit eigenem Equipment laut dieser Erhebung zu stagnieren. In Amerika sollen ca. 25 Millionen Personen ein Homegym haben. Da die USA in den letzteren Jahren steigende Bevölkerungszahlen vorweist, könnte man auf den ersten Blick vermuten, dass das Phänomen Homegym eher rückläufig ist. Schauen wir uns die Argumente, die für ein Homegym sprechen mal genauer an.

Vorteile eines Homegyms in der Übersicht

  1. Zeitersparnis
  2. Keine Ablenkung
  3. Immer offen
  4. Keine Einschränkung und Rücksicht
  5. Auf Dauer günstiger

Zeitersparnis

Einer der gewichtigsten Gründe für das Training im Homegym ist die Zeitersparnis. Trainiert man in seinen eigene 4 Wänden, gibt es 2 Dimensionen der Zeitersparnis. Zum einen spart man sich die Anfahrt und zum anderen erspart man sich jegliche Wartezeit bei den Power Racks, den Maschinen, etc.

Keine Ablenkung

Im Homegym gibt es nicht nur keine Wartezeiten auf freie Maschinen, es gibt auch keine Ablenkungen. Es gibt keinen alten Freund, den man schon länger nicht gesehen hat. Es gibt keine Anfragen, ob man mal helfen kann und kein Small-Talk. Es gibt keine Ausreden und alle Regenerationsphasen zwischen den Sets sind genau so lange wie man es haben möchte. Was man in einer halben Stunde schaffen kann, wenn man sich nicht ablenken lässt ist phänomenal!

Immer offen

Mein Homegym hat selbstverständlich immer offen, wenn ich trainieren will. Es gibt keine Öffnungszeiten oder Feiertage. Ich bin immer Herr meiner eigenen Wochenplanung und muss auf keine Limitationen achten. Selbst mitten in der Nacht ist meine Hantelbank für mich frei.

Keine Einschränkung

In meinem Homegym läuft immer die Musik, die ich hören will und die Hantelscheiben leigen dort wo ich Sie hin gelegt hab. Alle Einstellungen sind so wie ich Sie brauche und hinterlassen habe. Ich kann anziehen was ich möchte und muss mir keine Gedanken machen.

Auf Dauer günstiger

Rechnet man die monatlichen Kosten einer Mitgliedschaft gegen die Anschaffungskosten eines Homegyms wird man feststellen, dass man ca. nach 2-5 den Punkt erreicht an dem das Homegym günstiger wird. Je nachdem wie viel man in sein Homegym investiert hat und wie teuer die Mitgliedschaft ist, kann das schneller oder langsamer eintreten. Aber selbst bei verrückten Vergleichen, wird das Homegym auf lange Sicht immer günstiger sein.

Fazit

Wenn man davon ausgeht, dass die Statistiken aus den USA auch auf die deutsche Bevölkerung übertragbar sind, dann kann man fest halten, dass der Gang ins Studio definitiv die beleibtere Variante des Trainings ist.

Schaut man sich die Argumente genauer an, fällt es mir sehr schwer hier einen echten „Gewinner“ zu küren. Die Argumente sind auf so unterschiedlichen Dimensionen, dass die Frage, was einem besser gefällt immer sehr individuell getroffen werden muss. Die Freiheit und Effizienz des Trainings zu Hause trumpft für mich persönlich alle anderen Argumente.

Wie ist das bei euch?

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