Gewichthebergürtel Guide: Brauche ich einen Gürtel für das Homegym?

Gewichthebergürtel

Ein Gewichthebergürtel ist ein umstrittenes Hilfsmittel beim Kraftsport. In diesem Artikel gebe ich eine Übersicht, für wen der Gürtel hilfreich sein kann. Ich persönlich habe für mich entschieden ohne zu trainieren. Wenn Du aber auf der Suche nach einem Gürtel bist findest Du in diesem Beitrag Hilfe bei der Auswahl und ein paar Empfehlungen.

Was bringt ein Gewichthebergürtel?

Der Gürtel soll bei 2 Dingen unterstützen und Schutz bieten: Zum einen verringert er den Druck auf den unteren Rücken beim Heben und zum anderen erzeugt der Gürtel Stabilität bei Überkopfübungen oder Squats. Die Muskelgruppen im Rumpf, die für das Aufrichten und Stabilisieren der Wirbelsäure  verantwortlich sind, werden durch den Druck, den der Gürtel im Unterleib erzeugt entlastet.

Gewichthebergürtel aus Leder
Gewichthebergürtel aus Leder

Warum ich ohne Gewichthebergürtel trainiere?

Ein Gewichthebergürtel wird beim Training an der Grenze zur Maximalkraft eingesetzt. Er soll den unteren Rücken schützen. Allerdings ist bei vielen Übungen der untere Rücken der Bereich der im Fokus des Trainings steht, z.b. bei einem Deadlift. Genau aus diesem Grund habe ich für mich entschieden, dass ich ohne Gürtel trainiere. Ich möchte mich beim Training nicht auf den Gürtel verlassen. Ich befürchte, dass mich der Gürtel dazu verleitet, weniger auf meine Form zu achten, da der Gürtel mich im Zweifel schützt. Ohne Gürtel zu trainieren, zwingt meinen Rücken sich an die Belastungen zu gewöhnen.

Wie lege ich einen Gewichthebergürtel an?

Leider wird der Gürtel oft zu locker angelegt und hat dann kaum eine Wirkung. Damit der Gürtel seine stabilisierenden Effekt entfalten, muss er eng angelegt werden. Idealerweise zieht man den Bauch ein und zieht den Gürtel so fest wie möglich. Beim Tragen kann man dann die Bauchmuskulatur gegen den Gürtel drücken und kreiert dadurch die Stabilisation. Die ideale Höhe ist 2-3 cm unterhalb des Rippenbogens und nicht wie viele denken auf der Hüfte. Wenn es leicht unangenehm ist den Gürtel zu tragen, dann trägt man ihn wahrscheinlich richtig.

Typen von Gewichthebergürteln?

Bei Gewichthebergürteln unterscheidet man vor allem anhand des Materials. Es gibt Modelle aus Leder, die meistens mit einer Schnalle verschlossen und Neopren- oder Nylongürtel die in der Regel durch einen Klettverschluss geschlossen werden.

Auswahlkriterien

Um einen guten Gewichthebergürtel zu finden, sollte man etwas über die wichtigsten Auswahlkriterien wissen. Alle Gewichthebergürtel lassen sich durch das Material, die Form, den Verschluss und die Polsterung beschreiben.

Das Material

Der klassische Gewichthebergürtel besteht aus mindestens 4 mm starken Leder. Bei Wettkämpfen werden allerdings nicht selten 10 bis 13 mm dicke Varianten verwendet. Neuere Gürtel bekommt man auch aus Nylon oder Neopren.

Beide haben ihre Vorteile. Während Leder nochmal steifer und härter ist, sind Neopren-Varianten etwas angenehmer zu tragen und passen sich besser der Körperform an.

Die Form

Die Gürtel besitzen neben der Materialstärke noch Unterschiede in der Form. Entweder der Gürtel besitzt durchgehend die gleiche Breite oder der Gürtel wird zur Schnalle hin schmäler. Welche Form besser geeignet ist, hängt stark von den Übungen ab, die man damit ausführen möchte.

Die Gürtel mit schmälerer Vorderseite geben etwas mehr Bewegungsfreiraum für z.b. tiefere Squats.

Wenn der Gürtel durchgehend dick ist, kann das bei manchen Bewegungen einschränkend sein. Auf der anderen Seite wird der Druck im Rupf durch das Drücken der Bauchmuskulatur gegen den Gürtel erzeugt. Man möchte die Fläche vorne daher effektiv nutzen.

Der Verschluß

Früher wurde ein Gürtel ausschließlich mit einer Eindorn- oder Zweidornschnalle verschlossen. Heute gibt es auch Modelle mit Klettverschluss oder einer Klappschnalle. Klettverschluss ermöglicht ein noch besseres Stufenloses einstellen.

Die Art des Verschlusses ist meiner Meinung nach nicht so wichtig, wie die Möglichkeit den Gürtel einfach mit einer Hand öffnen zu können und dass der Gürtel richtig angelegt wird.

Die Polsterung

Bei der Polsterung scheiden sich die Geister. Es gibt Gürtel die mit einer zusätzlichen Polsterung im hinteren Rückenbereich ausgestattet sind. Wettkampfgürtel besitzen grundsätzlich keine Polsterung. Ein Polster ist meiner Meinung nach eine reine Geschmacksfrage. Gerade am Anfang wenn der Gürtel noch sehr steif ist, kann das tragen sehr unangenehm sein. Eine Polsterung kann in dieser ersten Phase helfen. Da der Gürtel durch das ragen weicher wird, ist es aber kein wichtiges Auswahlkriterium.

Gewichthebergürtel Empfehlungen

Auch wenn ich selber ohne Gürtel trainiere, habe ich auf Basis der Auswahlkriterien ein paar Empfehlungen für gute Gürtel.

Leder: Best Body Nutrition Gewichthebergürtel

Best Body Nutrition Gürtel
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Wer auf der Suche nach einem angenehm zu tragenden Ledergürtel ist, der vorne schmäler wird, trifft mit dem Gürtel von Best Body Nutrition eine gute Wahl.

Der schwarze Ledergürtel besitzt eine leichte Polsterung und wird durch 2 Dornen verschlossen. Die Polsterung ist in den Gürtel eingearbeitet. Er ist 10 mm stark und in unterschiedlichen Größen erhältlich. Er ist hinten 10 cm breit und wird nach vorne hin schmäler. Vorne beträgt die breite nur noch 6 cm. Er lässt sich durch die Polsterung und den schmäleren Vorderbereich sehr angenehm tragen. Um die richtige Größe zu ermitteln, sollte man vor der Bestellung den Tailienumfang messen.

Leder: Lisaro KDK Wettkampfgürtel

 

Profi Wettkampfgürtel Leder mit Pressschnalle
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Wer lieber einen Ledergürtel mit durchgehender Breite haben möchte, kann mit guten Gewissen zum Wettkampfgürtel von Lisaro mit Schnappschnalle greifen.

Der Gürtel ist aus schwarzem Leder, 100 mm breit und 10mm dick. Verschlossen wird der Gürtel mit einer Press-Schnalle aus verchromten Stahl. Das Schließen geht kinderleicht. Die Größe kann man durch Feststellschrauben verstellen. Der Gürtel ist extrem strapazierfähig und besitzt keine Polsterung, wie das bei Wettkampfgürteln üblich ist. Dadurch sitzt er sehr steif und ist vor allem für Maximalsätze geeignet.

Neopren: RDX Neopren Gewichthebergürtel

RDX Herren Neopren Fitness Gewichthebergürtel
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Wer sich nicht so für Leder begeistern kann, dem empfehle ich den Neoprengürtel von RDX. Er ist nicht so steif wie die Kollegen aus Leder. Dieser Gürtel ist eher für maximalen Komfort und Rückenschutz konzipiert. Verschlossen wird das Modell mit einem Klettverschluss und einer zusätzlichen Schleife. Der Gürtel besitzt eine geschickte Form. Am Rücken ist er breiter und wird nach vorne kontinuierlich schmäler. Dadurch wird die Partie um die Oberschenkel etwas ausgespart und der Gürtel rutscht nicht so leicht hoch. Der Klettverschluss gibt einem zudem die Möglichkeit den Gürtel stufenlos eng zu machen.

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